Manchmal beginnt eine große Veränderung mit einer ziemlich unspektakulären Entscheidung: sich überhaupt auf den Weg zu machen.
Genau das haben die Lech Bergbahnen AG getan. 2024 fiel dort bei den Lech Bergbahnen der Startschuss für eine umfassende Neuausrichtung und Digitalisierung von HR. Mit Klaus Nussbaumer in seiner neuen Funktion als Vorstand entstand die Vision, HR strategisch neu zu denken und damit einen wichtigen Grundstein für die Zukunft zu legen.
Gemeinsam mit meinen wunderbaren Kolleginnen Judith Moosmann und Beate Kreyer, durfte ich diese Vision entwickeln und in eine HR-Strategie-Landkarte übersetzen und daraus Schritt für Schritt ein Zukunftsbild für HR entwickeln. Heute ist bereits unglaublich viel davon sichtbar.
… und ehrlich gesagt, macht mich das richtig stolz!
Ein großes Danke geht dabei an Klaus Nussbaumer der dieses Projekt initiiert und darüber auch einen wunderbaren Post auf LinkedIn geteilt hat.
👉 https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7466073339388887040/
STRATEGISCHE HR ARBEIT BEGINNT MIT EINER ENTSCHEIDUNG
Sich mit HR strategisch auseinanderzusetzen, ist aus meiner Sicht bereits der erste wichtige Schritt. Denn strategisches HR bedeutet nicht, möglichst viele neue Prozesse, Tools oder Maßnahmen einzuführen. Es bedeutet, sich bewusst zu fragen: Was braucht unser Unternehmen und was braucht es dafür von HR?
Welche Strukturen und Prozesse brauchen wir? Was müssen Führungskräfte können? Welche Kompetenzen brauchen wir künftig? Und wie kann Digitalisierung dabei unterstützen, HR einfacher, transparenter und wirksamer zu machen? Klingt logisch. Ist es in der Umsetzung aber nicht immer.
Denn in Veränderungsprozessen steckt vor allem eines: Menschen. Und Menschen brauchen Zeit.
DIE REISE DAUERT LÄNGER ALS GEDACHT
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus solchen Prozessen ist deshalb: Es dauert. Veränderung bedeutet, Gewohntes loszulassen, Neues auszuprobieren und manchmal auch festzustellen, dass etwas nicht mehr funktioniert wie bisher. Genau deshalb ist strategische HR-Arbeit für mich keine einmalige Konzeptarbeit. Es ist eine Reise. Eine Reise, auf der Strategie, Prozesse, Führung, Kultur, Digitalisierung und Kommunikation immer stärker ineinandergreifen.
Und irgendwann passiert etwas Entscheidendes: Die neuen Dinge werden nicht mehr als „HR-Projekt“ wahrgenommen. Sie werden zum Selbstverständnis.
WENN AUS EINZENLNEN MASSNAHMEN ECHTE WIRKUNG WIRD
Bei den Lech Bergbahnen ist genau das bereits spürbar. Recruiting wurde klarer strukturiert und wird heute über eine HRIS Software abgewickelt. On- und Offboarding wurde neu gedacht, Prozesse definiert und wiederum digitalisiert. Führungskräfte werden entwickelt und geschult. Weitere digitale Lösungen schaffen mehr Transparenz und erleichtern Kommunikation und Zusammenarbeit.
Und Führung bedeutet zunehmend auch: zuhören, Gespräche führen, Feedback geben, Konflikte ansprechen und Verantwortung übernehmen. Das sind vielleicht keine spektakulären Überschriften. Aber genau dort entsteht Wirkung.
Denn was bringt ein gutes HR-System, wenn Prozesse nicht gelebt werden? Was bringt ein definierter Recruiting-Prozess, wenn niemand ihn konsequent umsetzt? Und was bringt Digitalisierung, wenn sie nicht einfacher und transparenter macht?
HR wirkt dann, wenn die einzelnen Puzzleteile ineinandergreifen.
LECH BERGWÄRTS UND NOCH LANGE NICHT AM GIPFEL
Was ich an diesem Projekt besonders schön finde: Der Weg selbst wird sichtbar. Die Lech Bergbahnen haben sich aufgemacht, HR strategisch neu zu denken, Strukturen zu schaffen, Prozesse zu entwickeln, Digitalisierung voranzutreiben und Führungskräfte einzubinden und trotzdem ist die Reise noch nicht zu Ende.
Das ist kein Widerspruch, das ist nachhaltige Veränderung. Unternehmenskultur lässt sich nicht verordnen. Prozesse müssen gelebt, Führung muss entwickelt und Veränderungen immer wieder gemeinsam reflektiert werden. Man muss also nicht am Gipfel angekommen sein, um zu sehen, wie weit man schon gekommen ist.
Und manchmal macht es sogar richtig Spaß, gemeinsam bergwärts zu gehen. 🏔️
DANKE! an die Lech Bergbahnen und alle Beteiligten für das Vertrauen, die Offenheit und die gemeinsame Reise.
MEIN FAZIT
Strategische HR-Arbeit ist für mich dann besonders wertvoll, wenn sie nicht bei einer Strategie oder einer schönen Landkarte endet, sondern im Alltag der Menschen ankommt. Wenn Prozesse plötzlich Klarheit schaffen. Wenn Führungskräfte Sicherheit in Gesprächen gewinnen. Wenn Mitarbeitende wissen, wohin sie sich wenden können. Wenn Digitalisierung Transparenz schafft und HR dadurch mehr Zeit für das Wesentliche gewinnt.
Und genau deshalb macht mir diese Arbeit so viel Freude: gemeinsam loszugehen, Dinge zu hinterfragen, Neues zu entwickeln, manchmal auch Umwege zu nehmen und irgendwann zu sehen, dass aus vielen einzelnen Maßnahmen ein neues Selbstverständnis entsteht.
Der Weg braucht Zeit. Aber er lohnt sich. Vielleicht ist das auch das Schönste an „Lech Bergwärts“: Wir haben nicht nur HR neu aufgestellt. Wir haben gemeinsam begonnen, HR anders zu denken und zu leben.
Und genau das rockt. 🤘




