HRđź’–BEAT#3 : „EINFACH MACHEN. ES KĂ–NNTE JA AUCH GUT WERDEN.„
Manche Gespräche fühlen sich nicht wie ein Interview an, sondern eher wie ein ehrlicher Realitätscheck mit Hoffnungsschimmer.
Genau so war das Gespräch mit Samuel. Jemand, der mich immer wieder beeindruckt hat, nicht durch laute Inszenierung oder Hochglanz-Businessphrasen, sondern durch etwas, das heute fast schon selten geworden ist: Klarheit.
„Einfach mal machen. Es könnte ja auch gut werden.“ Allein dieser Satz ist schon ein Mutfunke für sich.
In meinem neuen Blogformat HR💖BEAT spreche ich mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Bereichen über Projekte, Wege und Erfahrungen, die Mut machen.
Und genau darum ging es auch diesmal:
Um Zukunft. Um junge Menschen. Um Haltung. Und darum, warum moderne HR-Arbeit heute deutlich mehr ist als Recruiting, Obstkorb und einer halbmotivierten 4 Tage Woche.
đź’–ĂśBER WAS HABEN WIR GEPLAUDERT?
Was mich an Samuel immer fasziniert hat, ist dieser wunderbar entspannte Zugang zu neuen Themen. Kein künstliches Drama. Kein „Früher war alles besser“. Sondern eher ein: „Okay. Die Welt verändert sich. Also schauen wir halt, wie wir sinnvoll damit umgehen.“
Denn eines wurde in unserem Gespräch sehr schnell klar: Eine gute Personalstrategie entsteht nicht zufällig. Und schon gar nicht durch ein paar hübsche Employer-Branding-Sprüche, die zwischen Obstkorb und Feelgood-Manager irgendwo auf Social Media herumtanzen.
Sie entsteht:
- durch echtes Zuhören
- durch Commitment von ganz Oben
- durch den Mut, Dinge einfach mal auszuprobieren
- und manchmal auch durch die Bereitschaft, alte Denkweisen freundlich, aber bestimmt in Pension zu schicken
Die Illwerke VKW haben in den letzten Jahren im HR enorm viel bewegt, sagt Samuel. Zielgruppen neu gedacht. Neue Kanäle getestet. Prozesse hinterfragt. Digitalisierung nicht nur besprochen, sondern tatsächlich umgesetzt (…ja, sowas soll es geben). Und nein, dass war nicht immer glamourös. „Es war und ist echte Knochenarbeit“, lacht Samuel. Genau das ist wahrscheinlich der Unterschied zwischen Unternehmen, die über Zukunft reden und jenen, die Zukunft tatsächlich gestalten.
Spannender Nebeneffekt: Meistens haben genau diese Unternehmen dann auch deutlich weniger Probleme dabei, neue Talente zu finden. Ăśberraschung.
Besonders spannend fand ich seinen Blick auf junge und kommende Generationen.
Nicht bewerten. Nicht vergleichen. Sondern verstehen. Denn ganz ehrlich: Dieses permanente „Die jungen Leute wollen ja nichts mehr arbeiten“ Gerede ist mittlerweile ungefähr so inspirierend wie ein Windows-Update mitten in einer Präsentation. Unnötig. Nervig. Und niemand hat darauf gewartet.
Samuel sieht das anders. Er spricht nicht über Defizite, sondern über Bedürfnisse. Über neue Fähigkeiten. Neue Zugänge. Neue Erwartungen. Und plötzlich verändert sich der Blick komplett. Die Jungen sind nicht „schwierig und faul“. Sie sind einfach anders sozialisiert (by the way: Das sind oft unsere eigenen Kids). Ja, sie kommunizieren anders, lernen anders, konsumieren Informationen anders. Und ja, sie wollen oft nicht mehr telefonieren wie wir „alten Hasen“ – so what!
Stattdessen wünschen sie sich: Self-Services, Digitale Zugänge, Transparenz, Wissensmanagementsysteme, Flexible Möglichkeiten Informationen selbst abzurufen. Das ist keine Bedrohung für Unternehmen. Das ist eine riesige Chance! Denn ob wir wollen oder nicht, genau diese sind unsere Mitarbeiter:innen von morgen.
Organisationen, die bereit sind zuzuhören, profitieren enorm davon und genau dieser Gedanke war während unseres gesamten Gesprächs spürbar und vermutlich liegt genau darin auch ein großer Teil des Erfolgs. Denn Arbeitgeberattraktivität entsteht heute nicht mehr nur durch Hochglanzkampagnen, Gratiskaffee und den mittlerweile leicht überforderten Obstkorb. Sie entsteht dort, wo Menschen merken: „Hier wird Zukunft ernst genommen.“
Was ich besonders schön fand. Bei allem Fokus auf Strategie, Digitalisierung und moderne HR-Prozesse ging es nie nur um Wirtschaftlichkeit um jeden Preis. Im Gegenteil. Samuel hat mehrfach betont, wie wichtig die kulturelle Ebene ist. Haltung. Zuhören. Nach innen schauen. Mitarbeitende suchen heute Unternehmen, wo die gelebten Werte mit den persönlichen Übereinstimmen. Wirtschaftlicher Erfolg und Menschlichkeit schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil. Oft entsteht nachhaltiger Erfolg erst dort, wo Menschen sich gesehen fühlen. Wo Führung nicht bedeutet, alles kontrollieren zu müssen, sondern Menschen stark zu machen.
Natürlich war auch Digitalisierung und KI ein großes Thema unseres Gesprächs. Und auch hier wieder:
Keine Panikmache. Keine dystopischen Weltuntergangsszenarien. Kein „Bald ersetzt uns alles die KI!“-Theater. Sondern Pragmatismus. Wer heute im HR vorne mitdenken möchte, kommt an Digitalisierung und KI nicht vorbei. Punkt. Aber Digitalisierung bedeutet eben nicht automatisch Entmenschlichung. Oft passiert sogar genau das Gegenteil: Wenn Prozesse einfacher werden, Informationen schneller zugänglich sind und Mitarbeiter rascher Antworten bekommen, entsteht plötzlich wieder Raum für echte Menschlichkeit.
Und genau dort wird HR wieder das, was es eigentlich sein sollte:
Ein Bereich, der Menschen stärkt. Nicht verwaltet.
Samuel und sein Team haben sich bewusst fĂĽr diesen Weg entschieden.
Oder anders gesagt: „CHALLENGE ACCEPTED“ und manchmal macht er einfach, denn es könnte ja auch gut werden.
đź’– SAMUELS MUTFUNKE AN UNS?
Die Mutfunken in diesem Gespräch sind leise und gleichzeitig unglaublich kraftvoll:
- Man muss nicht alles perfekt wissen, bevor man losgeht
- Man darf Neues ausprobieren, denn Veränderung kann auch richtig gut werden
- Man darf jungen Generationen zuhören, statt sie vorschnell zu bewerten
- Ein modernes, digitalisiertes HR ist heute längst State of the Art
Oder wie Samuel sinngemäß gesagt hat: „Einfach mal machen. Es könnte ja auch gut werden.“
Und ganz ehrlich? Vielleicht brauchen wir genau diese Haltung gerade mehr denn je.
Â
đź’– WER IST SAMUEL SCHEIER EIGENTLICH?
Samuel Scheier ist verheiratet und Papa von zwei kleinen Rackern. Entsprechend verbringt seine Freizeit gerne mit seiner Familie und Freunde, beim Reisen oder in der wunderbaren Natur unserer Natur. Viele Auslandsstationen im Studium und danach haben ihm gezeigt, wo seine Heimat ist. Sein Plan war es nie in Vorarlberg zu leben oder auch im HR, oft kommt es jedoch anders als geplant. Aktuell ist er verantwortlich fĂĽr Recruiting, Personalentwicklung und Employer Branding bei den Illwerke vkw und jemand, der HR nicht als Funktion, sondern als echten Gestaltungsraum versteht.
Was ihn besonders auszeichnet, ist diese seltene Kombination aus Klarheit, Pragmatismus und echter Offenheit für Veränderung. Gemeinsam mit seinem Team gestaltet er moderne Personalstrategien, setzt auf Digitalisierung, KI und nachhaltige Kulturentwicklung und zeigt dabei, dass wirtschaftlicher Erfolg und Menschlichkeit wunderbar zusammenpassen können.
Oder anders gesagt: Jemand, der nicht nur über Zukunft spricht, sondern sie aktiv mitgestaltet („Zukunft ist morgen – und wird heute gestaltet“). Und dabei angenehm normal geblieben ist. Was heutzutage fast schon eine Superkraft ist.
đź’– ZUM ABSCHLUSS EIN PRESĂ–NLICHES „DANKE“ VON HERZEN
Es gibt Menschen, mit denen man spricht und danach denkt man klarer. Samuel ist so einer. Kein Schnickschnack, kein Bullshit Bingo, kein groĂźes Brimborium. DafĂĽr: klare Haltung, ehrliche Worte und eine Portion Pragmatismus, die erfrischend anders ist als das, was man sonst so im HR-Universum hört.‘
Es hat mich daran erinnert, dass wir oft viel zu lange warten. Auf den richtigen Moment. Die „perfekte“ Strategie. Die vollständige Sicherheit und dass genau darin manchmal die größte Bremse liegt.
Der Mutfunken von Samuel ist fĂĽr mich ein klarer Impuls: Weniger denken. Mehr vertrauen. Und einfach mal losgehen.
Denn ja – es könnte wirklich gut werden.
Danke lieber Samuel, fĂĽr deinen MUTFUNKEN. Er wirkt und er rockt! HRđź’–BEAT eben





