HR💖BEAT#1: „HÖHER, SCHNELLER, WEITER? ODER DARF ES AUCH GESUND, BEWUSST UND MENSCHLICH SEIN?“
„Manchmal schlägt das Herz einfach lauter. Nicht aus Freude, sondern weil es uns etwas sagen will“ so Sabrina Schaunig.
In meinem neuen Blogformat HR💖BEAT spreche ich mit faszinierenden Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Bereichen über Projekte, Wege und Erfahrungen, die Mut machen. Über echtes Leben.
Zum Auftakt durfte ich mit Sabrina Schaunig, Geschäftsstellenleiterin des AMS Bregenz, sprechen. Seit über 20 Jahren ist sie dort in unterschiedlichen Funktionen tätig, hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt und trägt heute Verantwortung für viele Menschen – fachlich wie menschlich. Eine Karriere, die beeindruckt. Und eine Geschichte, die berührt.
💖 „Führung ist Vorbild – immer. Auch dann, wenn man es vergisst“, sagt Sabrina.
Was Sabrina besonders wichtig ist, ist keine Führungsrolle als Titel, sondern Führung als Haltung. Eine Haltung, die stärkt. Die Orientierung gibt. Die Menschen sieht. Führung bedeutet Verantwortung, für Ergebnisse, für Menschen und (ja, Überraschung 😉) auch für sich selbst. Und genau da wird es herausfordernd. Denn Führung heißt oft auch:
Meeting an Meeting. Entscheidungen. Erwartungen. Tempo. Druck. 120 Prozent, jeden einzelnen Tag. Urlaub? Wenn alles erledigt ist. Achtsamkeit? Kommt zu kurz.
Zeit für sich selbst? Irgendwann „später“. Bis der Körper sagt: Stopp. Wenn der Körper lauter ist als jeder Kalender.
Ein Schlüsselerlebnis im letzten Jahr hat alles verändert. Der Körper hat klar signalisiert: So nicht mehr. Energie ging verloren, statt zu entstehen.
Und plötzlich war die Frage nicht mehr: Wie schaffe ich noch mehr?
Sondern: Will ich dieses Tempo überhaupt? Tut mir das gut? Was will ich? Frei von Erwartungen, Prägungen und äußeren Maßstäben? Will ich weiter funktionieren?
Oder will ich meinen eigenen, stimmigen Weg gehen?
Diese ehrliche Reflexion ist mutig. Und sie ist selten. Konkretes Handeln danach erst recht.
Denn in unserer (Business-)Welt wird oft genau das Gegenteil gefeiert:
Höher. Schneller. Weiter. Mehr leisten. Mehr posten. Mehr zeigen, wie belastbar man ist, gerne auch auf Social Media.
Die größte Hürde? Es sich selbst einzugestehen. Dass es nicht mehr geht wie bisher.
Dass Unvollkommenheit ein Teil des Menschsein ist.
Dass Maß und Ziel kein Zeichen von Schwäche sind, sondern von Verantwortung, sich selbst gegenüber. Und genau darin liegt die Einladung, einen neuen Weg zu gehen.
Einen Weg, auf dem Selbstfürsorge und Selbstführung keine Gegensätze zu Erfolg sind, sondern seine Voraussetzung. Dabei haben wir nur dieses eine Leben. Und wir wollen doch nicht nur erfolgreich sein, sondern auch gesund, wach und glücklich bleiben.
„SEI DU SELBST DIE VERÄNDERUNG, DIE DU DIR WÜNSCHST FÜR DIESE WELT“ (Mahatma Gandhi) und Sabrinas Lieblingszitat.
💖 SABRINAS MUTFUNKE AN UNS?
Ihr Appell, besonders an Frauen:
Du darfst langsamer werden.
Du darfst Grenzen setzen.
Du darfst aus innerer Klarheit handeln statt aus äußerem Druck.
Und du darfst dir selbst Raum geben. Du darfst deiner eigenen Wahrnehmung vertrauen.
Den Mut haben hinzuschauen, auch dort, wo es unbequem ist.
Zu dir stehen. Zu dem, was dich ausmacht. Auch zu dem, was noch wachsen darf. Achtsamkeit in der Arbeitswelt ist kein Luxus.
Sie ist eine Voraussetzung für nachhaltige Führung, gesunde Leistung und echte Vorbilder. Frauen brauchen Bühnen.
Nicht um sich zu beweisen, sondern um sich zu verbinden. Für Reflexion. Für Austausch. Für gegenseitige Unterstützung. Nicht höher, schneller, weiter. Sondern bewusster, gesünder, echter.
💖 WER IST SABRINA?
Sabrina Schaunig ist seit über 20 Jahren beim AMS Bregenz tätig und seit rund zehn Jahren in Führungsverantwortung. Ihre Haltung als Führungskraft ist geprägt von Klarheit, Menschlichkeit und einem tiefen Verständnis für individuelle Lebensrealitäten.
Parallel zu ihrer beruflichen Laufbahn hat sie sich intensiv im Bereich Coaching und Persönlichkeitsentwicklung weitergebildet und Menschen in Entwicklungs- und Reflexionsprozessen begleitet. Dieser zusätzliche Weg fließt spürbar in ihre Führung ein: Für Sabrina entsteht nachhaltige Wirkung dort, wo Selbstführung, Sinnorientierung und Verantwortung zusammenspielen – für Menschen, Organisationen und die Gesellschaft.
💖 ZUM ABSCHLUSS – EIN PERSÖNLICHES „DANKE“ VON GANZEM HERZEN
Zum Schluss möchte ich mich bei Sabrina ganz, ganz herzlich für dieses offene, ehrliche und vertrauensvolle Gespräch bedanken. Es war für mich nicht nur bereichernd und inspirierend, sondern hat auch etwas ganz Wesentliches in mir angestoßen. Eines dieser Gespräche, die nachhallen. Im Kopf. Im Herzen. Und irgendwo tief im Bauch. Dieses Interview hat mir noch einmal sehr klar gezeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Herzschlag ernst zu nehmen.
Und genau daraus ist bei mir der Mut entstanden, ein Projekt endlich anzugehen, das schon seit vielen Jahren leise, aber beharrlich in mir arbeitet. Manchmal braucht es genau solche Begegnungen wie diese, um den eigenen nächsten Schritt zu gehen.
Danke, liebe Sabrina, für deinen Mutfunken. Er wirkt. Und er rockt. HR💖BEAT eben!



